Trauma
Ein Trauma ist eine seelische Verletzung, ausgelöst durch ein erschütterndes Ereignis und verbunden mit dem individuellen Erleben extremer Hilflosigkeit, Ohnmacht, Ausgeliefertseins und Todesangst.
Ein als lebensbedrohlich empfundenes Ereignis löst im Organismus eine Notfallreaktion aus, die u.a. verbunden sein kann mit Erstarrung (sich nicht wehren können), Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, eine verfremdete Wahrnehmung der Umwelt und von sich selbst und in der Folge große Unruhe, Schreckhaftigkeit, Blitzerinnerungen, Albträume, Vermeidungsverhalten, emotionale Taubheit oder Aggressivität.
Dies alles sind angemessene Reaktionen des Organismus auf eine lebensbedrohliche Situation. Nach einer traumatischen Erfahrung ist vor allem mitmenschliche Präsenz wichtig, um die Selbstheilungskräfte einer betroffenen Person zu unterstützen. Erst wenn die Symptome längere Zeit andauern spricht man von einer behandlungsbedürftigen Traumafolgestörung.
Einer traumatischen Erfahrung ausgesetzt gewesen zu sein, führt nicht automatisch zu einer Traumafolgestörung! Die Häufigkeit einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind je nach Art der Traumatisierung unterschiedlich. Die höchsten Prävalenzraten der PTBS werden bei Opfern sexueller Gewalt, Krieg, Folter oder Vertreibung auf ca. 50% geschätzt.
Die Heilungschancen bei einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind insgesamt gut. „Heilung“ bedeutet dabei meist, dass die diagnostischen Symptome weitgehend oder vollständig zurückgehen und die betroffene Person wieder tragfähig am Alltag teilnehmen kann – nicht unbedingt, dass jede Erinnerung oder emotionale Reaktion verschwindet.
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